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Infoladen

Adresse:
Hommerstr. 14, 54290, Trier
Tel: 0651-75257
Fax: 0651-75257
Email: trier@infoladen.de
Web: http://www.infoladen.de/trier

Wegbeschreibung:
nahe der Saarstraße in Trier Süd. Fragt Euch durch, ist kein Problem

Öffnungszeiten:
Fr 17 - 20:00

Projekte und Projekttage:
Jeden letzten Freitag im Monat ist um 20:30 Uhr Kinoabend.
AK Antiklerikales, AK Antifa, KDV-Beratung

Bestand:

Bücher: 1000 - Ausleihe - verschlagwortete Datenbank

Broschüren: vorhanden - Ausleihe - verschlagwortete Datenbank

Zeitschriften: rund 16 aktuelle Zeitschriften und umfangreiches Archiv - Ausleihe - Zeitschriftenregister

Videos: kleines Videoarchiv vorhanden - keine Ausleihe - Bestandsliste

Kopiermöglichkeit: ja
Selbstdarstellung
Wir sind eine Gruppe, die sich im Sommer 2000 spontan zusammengefunden hat, um den seit Herbst 1991 bestehenden Infoladen weiterzuführen, nachdem sich die bisherige Infoladengruppe aufgelöst hat. Geeint durch unser gemeinsames Interesse, im Infoladen politisch aktiv zu werden, und trotz eines gemeinsamen Selbstverständnisses und kollektiver politischer Arbeit sind wir ein ziemlich bunt gemischter Haufen. In dieser Vielfalt liegt aber auch eine Stärke unserer Gruppe. Soviel wollen wir verraten: Wir finden uns nicht mit den herrschenden Zuständen ab, lassen uns in unseren politischen Ausdrucksformen nicht auf Parteidisziplin ein, und schon gar nicht wollen wir uns in das Korsett bürgerlicher Widerstandsformen pressen (Keine Gewalt, Wir sind das Volk etc.). Grundlagen unserer Arbeit sind: Basisdemokratie und kollektive Verantwortlichkeit; Antirassismus und Antisexismus; Parteiunabhängigkeit und finanzielle Unabhängigkeit. Es ist uns wichtig, daß der Laden nicht nur reiner "Szene"-Treffpunkt ist, daher sind wir durchaus stolz, berichten zu können, dass der Infoladen von unterschiedlichen Leuten genutzt wird.

Eigenverantwortung

Wir wollen nicht in Trübsal versinken und Beweise für die Schlechtigkeit dieser Welt sammeln oder und mit den Grenzen unserer Freiräume zufriedengeben, sondern wir wollen diese Grenzen als erstes in unseren Köpfen und dann auch nach außen praktisch überschreiten. Wir sind ein - leider auch aktiver - Teil einer Gesellschaft, deren Mitglieder sich maßgeblich an Werten wie Profit und Herrschaft orientieren und danach Menschen aussortieren. Wir gehen davon aus, dass Herrschaft auch dadurch aufgebaut oder verfestigt werden kann, daß eigentlich beliebige Idealvorstellungen von Menschen und Lebensweisen aufgrund unrechtmäßiger, da hierarchischer, Macht verallgemeinert, verinnerlicht und individuell ergänzt werden (zum Beispiel drückt sich Rassismus in ausgrenzenden Gesetzen, rassistischen Wahrnehmungskategorien, persönlichem Verhalten usw. aus). So kategorisieren und bewerten Menschen sich selbst oder andere immer wieder nach beliebigen äußerlichen Merkmalen (Hautfarbe, Geschlechtsmerkmale, körperliche Erscheinung etc.) oder kulturellen Lebensweisen und verleihen dieser Auswahl somit praktische Bedeutung. Von diesen Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen ist niemand frei, begreift man/frau sie jedoch als geschichtlich gewachsen und gesellschaftlich erzeugt, so verlieren sie ihre Absolutheit und erscheinen fortan veränderbar. Um auf Unterdrückungsformen aufmerksam zu werden und Wege zu ihrer Überwindung zu sehen und in Angriff zu nehmen, bedarf es - neben dem eigenen Willen - anderer Menschen und Strukturen, die dies ermöglichen und teils schon einen kleinen Vorgeschmack von einer anderen Gesellschaft erfahrbar machen. Somit verstehen wir unsere Räume nicht nur als Orte, an denen Utopien entwickelt werden können, sondern sie sind auch Orte, von denen die Verwirklichung und Weiterentwicklung dieser Ideen ausgehen kann. Wir sind überzeugt, dass es nötig und auch machbar ist, gesellschaftliche Zustände auf unterschiedlichste Arten mitzuverändern, dass Politik nicht eine Sache der Parteien oder irgendwelcher SpezialistInnen ist und dass ein gleichermaßen an Solidarität und Selbstbestimmung orientiertes Zusammenleben realisierbar ist und nicht bloß schöne Schwärmerei - vorausgesetzt wir beziehen unser eigenes Verhalten mit ein und sind bereit, selbst die Verantwortung zu übernehmen, und vorausgesetzt, wir gleichen unsere theoretischen Überlegungen und unsere Praxis immer wieder miteinander ab.

Wie politisch aktiv werden?

Wir wollen uns nicht selbstherrlich oder entmutigt mit theoretischen Überlegungen zufrieden geben oder isolierte Theoriezirkel bilden. Reine Informationsveranstaltungen mit aufklärender Wirkung können politisieren und bilden, aber politisch relevant werden sie erst, wenn sie die ZuhörerInnen zu aktivem Handeln bewegen können bzw. diese die Information nutzen wollen, anstatt sie als interessante - sie selbst aber nicht betreffende - Berichte zu begreifen.

So unterschiedlich unsere Widerstandsformen und unsere eigenen Versuche, gemäß unseren politischen Forderungen zu leben, auch sind, so sicher ist auch, dass sich Menschen und Institutionen aus den verschiedensten Gründen dagegen wehren werden. Sei es, weil sie dafür ihr eigenes Leben, ihre Konsum- und sonstigen Gewohnheiten ändern und sich auf neue Situationen einlassen müssten. Oder sei es, weil sie von bestehenden Bedingungen bisher profitiert haben oder sich dieses zumindest versprechen und von ihrer Richtigkeit überzeugt sind. So verschieden, wir ihre (uns eingeschlossen) Gründe und Reaktionen sind, so verschieden muss auch der Umgang damit sein. Das heißt, dass wir unser Handeln immer wieder differenziert betrachten und bewerten müssen und nicht aus Bequemlichkeit in Schwarz-Weiß-Malerei (z. B. nur Faschos und Antifas zu sehen, was den Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft nicht angemessen begreift) mit reflexartigen Handlungen verfallen dürfen. Wir wollen keine Szene, die sich statt über ein Politikverständnis ausschließlich über die Art ihrer Kleidung, Musik etc. definiert. Dagegen wollen wir Menschen, die sich nicht nur punktuell und ab und zu, sondern kontinuierlich und immer wieder neu einbringen, und für die politische Arbeit mehr als bloße Freizeitbeschäftigung ist. Daß persönliche Bedürfnisse hier genauso berücksichtigt werden müssen wir die Anforderungen, die für eine beständige politische Arbeit nötig sind, ergibt sich konsequenterweise aus der dialektischen Forderung nach Selbstbestimmung und Kollektivität. Kulturelle Aktivitäten trennen wir dabei nicht von politischen. Zum einen ist unser Politikverständnis auch Teil unserer Lebensweise (und Politik kann auch Spaß machen), und zum anderen sind Lesungen, Konzerte, Vorträge oder Demos sowohl politisch als auch kulturell. Welche Aktionsformen letztlich sinnwoller sind, sit unserer Meinung nach nicht feststellbar. Darüber hinaus stellen wir mit unserem Laden Räumlichkeiten zur Verfügung, die als Anlaufstelle für andere Gruppen und Einzelne dienen. Außer dem Infoladen treffen sich noch weitere Gruppen im Laden, so zum Beispiel das Bündnis gegen Rechts oder krass, eine linke Hochschulgruppe. Auch das politisch-kulturelle wird gepflegt: Jeden letzten Freitag im Monat ist Filmabend; Lesungen, Vorträge und Feten werden gelegentlich organisiert und veranstaltet. Auch das politisch-kulturelle wird gepflegt: Jeden letzten Freitag im Monat ist Filmabend; Lesungen, Vorträge und Feten werden gelegentlich organisiert und veranstaltet. Der Infoladen war von jeher eine wichtige Verbindung zu anderen Städten und wird es auch bleiben. So besteht die Möglichkeit, die bestehenden Verbindungen zu nutzen, um beispielsweise überregionale Aktionen zu starten, daran teilzunehmen oder sich mit anderen abzustimmen. Wir gehen davon aus, daß Existenz und Aufbau linker Strukturen gerade in bewegungsarmen Zeiten wichtig sind, sowohl für das Anschieben von Diskussionen als auch als gelebter Versuch, unsere Ideen von einem besseren Leben ein Stückchen besser zu verwirklichen und klarer fassen zu können. Der Infoladen läuft nicht von alleine, und so sind wir natürlich immer auf der Suche nach finanzieller Unterstützung und tatkräftiger Mitarbeit. Wobei in letzterem Fall eine gewisse Verbindlichkeit da sein sollte, und auch klar ist, dass wir persönlich und politisch miteinander auskommen müssen.

Themenschwerpunkte
Im Infoladen gibt es eine Ausleihbibliothek von ca. 1000 Büchern, verschiedene aktuelle Zeitschriften und ein Archiv mit den älteren Ausgaben der Zeitschriften und Broschüren, welche auch ausgeliehen werden können.


Verkauf
Spuckis, Aufkleber, T-shirts, Aufnäher, Broschüren, Bücher usw
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[zum Anfang]    *    zuletzt aktualisiert am: 27.11.2008